Katrin Plötner

Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben (UA) (2015), Jörn Klare
Staatstheater Karlsruhe

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Fotos: Jochen Klenk

Alles zerbröselt.
Die Zeit … sogar das Schweigen.
Und du lebst einfach weiter.



Es spielen: Eva Derleder und Lisa Schlegel


Bühne und Kostüme: Martin Miotk


Musik: Markus Steinkellner


Dramaturgie: Konstantin Küspert

Auf humorvolle und trotzdem drastische Weise beschäftigt sich ein neues, vom Publikum gefeiertes Stück am Karlsruher Staatstheater mit dem Thema Demenz. […]
Das sehenswerte und spannende Stück unter der einfühlsamen Regie von Katrin Plötner ist eine Weiterentwicklung des Buches „Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand“.
dpa

Drastische und zugleich poetische Bilder findet die junge Regisseurin Katrin Plötner auf der Studiobühne des Staatstheaters Karlsruhe für das Leben der Frau mit Demenz. […]
Regisseurin Plötner und ihr Team finden jenseits der Worte starke Bilder für den Verfall. Melodien und Harmonien zerreißt Markus Steinkellner mit dem Synthesizer. Seine Musik peitscht die Schauspielerinnen in das Gefängnis ihres Unbewussten. Diese Enge spiegelt auch Martin Miotiks Bühne. Mit sparsamen Details skizziert er das Wohnzimmer der gebildeten Frau, die im Pflegeheim-Kabuff endet. [...] Am Ende kriecht die sterbende Seniorin durch den Müll und krallt sich gewaltsam am Leben fest.
Eva Derleder gelingt die ebenso brillante wie anrührende Studie einer Frau, deren Geist abstirbt. In lichten Momenten sucht sie nach Ausflüchten. Dann schminkt sie ihre Lippen zum lächerlichen Clownsgesicht. Sie verliert die Kontrolle über sich. Wie schmal da der Grat zum Verlust der Würde ist, zeigt die Schauspielerin stark. Lisa Schlegel als Tochter fegt zu energisch über die Bedürfnisse ihrer Mutter weg. Jedoch glückt gerade ihr ein betörendes Szenario der Sprachlosigkeit.
Katrin Plötners eineinhalbstündige Regiearbeit erfasst die Facetten der Demenz bemerkenswert sensibel. Wenngleich die junge Regisseurin die Gedächtnislücken der Mutter sogar ins Lächerliche zieht, überwiegen die dunklen, die tiefen Momente. Plötners radikal poetischer Zugriff auf den Text, der schwer aus den Fesseln des Dokumentarischen zu befreien ist, berührt im allerbesten Sinn.
Die Deutsche Bühne

In Karlsruhe inszeniert die Endzwanzigerin Katrin Plötner sehr reduziert, sehr uneitel, was umso erstaunlicher ist, wenn man weiß, dass der Abend eine ihrer allerersten Arbeiten nach Abschluss am Salzburger Mozarteum ist. Die Regisseurin Plötner arbeitet sehr genau mit den beiden Schauspielerinnen.
Spiegel online

Es ist ein bemerkenswertes Stück und eine bemerkenswerte Inszenierung. […]
Sehr stimmig inszeniert. [...]
In Karlsruhe inszeniert hat eine Regisseurin, die ihr Studium am Salzburger Mozarteum erst vor zwei Jahren abgeschlossen hat. Man konnte befürchten, eine so junge Theatermacherin könne mit der Thematik unter Umständen nicht viel anfangen. Am Ende der Uraufführung wusste man: Im Gegenteil, Katrin Plötner hat nicht nur sehr genau und emotional stimmig inszeniert, sie hatte auch zwei Schauspielerinnen, die sich vorbehaltlos dem nicht so einfach zu spielenden Dialogstück widmeten.
Eva Derleder etwa, die aus der Mutter zuerst eine intellektuelle Frauenfigur macht, sehr stilbewusst inmitten ihrer Bücher thronend. [...] Am Ende wandelt sie derangiert in Pampers über die Bühne.
So geht ein bemerkenswerter Theaterabend zu Ende und steht zum Schlussapplaus ein Autor auf der Bühne, der mit dieser Uraufführung mehr als zufrieden sein dürfte.
Schwäbische Zeitung

Die Inszenierung von Katrin Plötner überzeugt durch unaufdringliche Präzision und viel Sinn fürs Detail.
BNN